Kostenloses Depotkonto
Bezüglich der Gebühren beim Depotkonto kann man derzeit feststellen, dass eine immer größere Anzahl von Anbietern, seien es Banken oder auch Online Broker, auf die Berechnung einer festen Depotgebühr verzichten. Mit der Depotgebühr ist die Gebühr gemeint, die unabhängig davon ist, in welchem Umfang das Depot genutzt wird und wenn sie dann berechnet wird, in der Regel eine Jahresgebühr darstellt. Noch vor einigen Jahren berechneten Banken Depotgebühren zwischen 30 und 80 Euro, heute sind die Preise jedoch deutlich gefallen.
Kostenloses Depotkonto als Vorteil
Zunächst einmal stellt ein kostenloses Depotkonto natürlich einen Vorteil gegenüber Depotkonten dar, die mit einer Jahresgebühr ausgestattet sind. Man sollte als Anleger diesen Vorteil jedoch in der Gesamtrechnung nicht überbewerten, denn auch die Anbieter, die nach wie vor Depotgebühren veranschlagen, berechnen in der Regel nur noch 10 oder 20 Euro im Jahr bzw. sind in eine Berechnung pro Bestandsposition übergegangen.
Für den Anleger heißt das: neben der Depotgebühr ist vor allen Dingen die Höhe der Ordergebühr entscheidet, die beim jeweiligen Anbieter zu zahlen ist. Besonders dann, wenn man eine bestimmte Anzahl an Wertpapier Transaktionen im Jahr vornimmt, wird die Ordergebühr immer entscheidender und die Depotgebühr tritt in den Hintergrund, sodass auch das kostenlose Depotkonto hinsichtlich dem Wegfall der Depotgebühr eher an Bedeutung verliert.
Rechenbeispiel für das kostenlose Depotkonto
Das die Ordergebühr im Grunde wichtiger als die Depotgebühr ist, zeigt das folgende Beispiel: Während die Bank A ein kostenloses Depotkonto anbietet und für eine Order 15 Euro an Gebühren berechnet, berechnet der Online Broker B 15 Euro im Jahr an Depotgebühren, eine Order kostet hier jedoch nur 10 Euro. Bereits ab der vierten Order im Jahr ist also das Angebot des Online Brokers günstiger, obwohl 15 Euro an Depotgebühren anfallen, die bei der Bank A nicht berechnet werden.